Tanzkreis Spree-Athen: Anfrage im Bundestag

Reichstagsgebäude

Am 19. Januar stellte die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag eine weitere Anfrage, die sich unter anderem mit rechten Jugendbünden befasst.

Die Anfrage trägt die Bezeichnung “Mögliche rechtsextremistische Verbindungen und Aktivitäten des “Tanzkreises Spree-Athen e.V.”” In der Vorbemerkung wird auf das dritte Sommerfest dieses Tanzkreises im vergangenen September in einer Kleingartenanlage in Berlin-Pankow Bezug genommen. Bei dem Sommerfest waren ehemalige Mitglieder der verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) sowie der rechtsextremen Gemeinschaft deutscher Frauen (GDF), der Jungen Nationaldemokraten (JN) und der NPD anwesend. Vorsitzender des Tanzkreises war Björn R., der ehemalige zweite Bundesführer des Freibund – Bund Heimattreuer Jugend. Außerdem wird in der Vorbemerkung auf die Kontakte zwischen Tanzkreis Spree-Athen und der rassistischen Weltanschauungsgemeinschaft Bund für deutsche Gotterkenntnis, genannt “Ludendorffer” sowie auf die gemeinsamen Tanzveranstaltungen zwischen Freibund und Sturmvogel hingewiesen.

Besucher des Sommerfestes des Tanzkreises Spree-Athen

Neben rechte-jugendbuende.de hatte auch der Berliner Kurier und der Watchblog Berlin rechtsaußen über das Treffen berichtet. Im Kurier war auch bereits die Rede davon, dass die SPD-Bundestagsfraktion eine Anfrage vorbereiten wolle.

Eine erste Anfrage der SPD-Fraktion im März 2010 war von der Bundesregierung teilweise auf der Grundlage 15 Jahre alter Einschätzungen beantwortet worden, zum anderen Teil lautete die Anwort, das über die entsprechenden Gruppierungen keine Erkenntnisse vorlägen. In der aktuellen Anfrage heißt es, sofern die entsprechenden Kontakte systematisch gepflegt würden, erschiene der SPD-Fraktion “eine Neubewertung der betreffenden Gruppierungen und ihrer Vernetzung mit Teilen des extrem rechten Spektrums notwendig”.

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