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Die Autoren möchten mit diesem Weblog einen Beitrag zur Aufklärung leisten über Gruppen und Lebensbundgemeinschaften, die sich wie Pfadfinder kleiden, wie die Bündischen singen und wie die Wandervögel auf Fahrt gehen. Hinter dieser Fassade steckt jedoch politisches Kalkül. So werden die Kinder meist auf der Grundlage des Lebensbundprinzips in diesen Gemeinschaften von klein auf politisch erzogen. Diese Erziehung geschieht zum Teil subtil, auf anderen Ebenen offensiv, verschleiert und getarnt hinter Traditionen wie Volkstanz und anderem Brauchtum. Von diesen Gruppen geht eine Gefahr für die soziale Demokratie aus. Sie schaffen es vermehrt, über ihr Engagement in der deutschen Jugendbewegung, Anschluss an die Mitte der Gesellschaft zu finden.

In Deutschland gehören viele tausend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene den unterschiedlichsten Pfadfinderbünden und -verbänden an. Die Bandbreite reicht dabei von nur regional aktiven und konfessionell nicht gebundenen Vereinigungen mit wenigen Aktiven bis hin zu den deutschlandweit aktiven Verbänden mit mehreren zehntausend Mitgliedern. Im Bereich der „bündischen“ Szene, zu der sich nur ein Teil der deutschen Pfadfinderverbände zählt, kommen eine schwer überschaubare Anzahl von Wandervogelbünden, Jungenschaften und ähnlichen Gruppen hinzu. Die breite und überwiegende Mehrheit dieser Gruppierungen und ihrer verantwortlichen Mitglieder grenzt sich deutlich gegen Rechtsextremismus und völkische Ideologien ab. Die erfolgreiche Jugendarbeit die in Pfadfinder- und Wandervogelbünden – auch auf der Grundlage des Lebensbundprinzips – geleistet wird zu diskreditieren liegt nicht im Interesse der Autoren. Dennoch gibt es punktuell in bestimmten Teilen dieser Szene ein gering ausgeprägtes Problembewusstsein für die Gefahr der Vereinnahmung durch völkische oder neurechte Gruppierungen, die stets auf die gemeinsamen Wurzeln, Formen und Werte hinzuweisen suchen, die sie als Teil der Jugendbewegung ausweisen.

Maik Baumgärtner und Jesko Wrede, Mai 2009