Zum Tod von Jean Jülich

28. Oktober 2011

Am 19. Oktober verstarb im Alter von 82 Jahren der Kölner Edelweißpirat Jean “Shang” Jülich. Gestern fand auf dem Südfriedhof in Köln-Zollstock seine Beisetzung statt. Mehrere hundert Trauergäste gaben ihm das letzte Geleit.

Die Trauerrede hielt Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters. Roters würdigte den mit 15 Jahren in Gestapo-Haft geratenen Jean Jülich als “nimmermüden Mahner und Warner”, der “ein Denkmal für die unangepassten Jugendlichen aufzurichten half”.

Auch zu den mehrfach gescheiterten Versuchen, die Kölner Edelweißpiraten noch in der jüngsten Zeit als Kriminelle zu diffamieren nahm der Oberbürgermeister in seiner Trauerrede deutlich Stellung.

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Internetfundstück: Wotans Erben – Rechtsradikale Jugend in der Bundesrepublik

25. Oktober 2011

Eine Dokumentation des WDR aus dem Jahr 1977, die vor einiger Zeit bei Youtube eingestellt wurde, erlaubt einen tiefen Einblick in die Szene nationalistischer Jugendarbeit in den siebziger Jahren. Die Autoren Rolf Bringmann und Dirk Gerhard portraitieren den Bund Heimattreuer Jugend, die Stahlhelmjugend und die Wiking-Jugend. Außerdem berichten sie von Aktivitäten der Jungen Nationaldemokraten, der 1970 gegründeten und “Aktion Widerstand” und vom Hamburger “Freundeskreis Filmkunst”. Trotz aller Unterschiede zur heutigen Zeit fallen aber Gemeinsamkeiten, Parallelen und Kontinuitäten zu den “Nachfolgern” der beschriebenen Jugendbünde ins Auge.

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Report München über “braune Ökos”

09. August 2011

In seiner gestrigen Sendung berichtete das ARD-Magazin Report München über “braune Ökos”. Neben der biologischen Schweinezucht des ehemaligen Rechtsterroristen Karl-Heinz Hoffmann kamen auch die völkischen-jugendbewegt inspirierten Siedler in Koppelow in Mecklenburg-Vorpommern zur Sprache. Aus der Zeitschrift des Freundeskreises der Artamanen (Artam-Blätter) geht hervor, dass die Gründung dieser völkischen Siedlung auf eine Initiative von Mitgliedern rechter Jugendbünde Anfang der 90er Jahre zurück geht.

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Tanzkreis Spreeathen aufgelöst

10. Mai 2011

Laut einer Meldung des SPD-nahen Online-Dienstes blick nach rechts ist der völkische Tanzkreis Spreeathen seit dem 27. September 2010 aufgelöst. Ein Treffen des Tanzkreises in der ersten Septemberwoche hatte für Schlagzeilen und eine kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag gesorgt.

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Buchvorstellung: Gefährliche Lieder

19. April 2011

Dieses Blog beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Gruppen, die sich auf nationalrevolutionäre, völkisch-nationalistische und oft antisemitische Traditionen der deutschen Jugendbewegung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts berufen.

Ein ganz anderer Aspekt der Geschichte dieser Jugendbewegung sind solche Gruppen, die sich nach 1933 Gleichschaltung und Nationalsozialismus aktiv oder passiv widersetzten. Die AutorInnen Doris Werheid und Jörg Seyffarth, die selbst der Jugendbewegungsszene entstammen, haben gemeinsam mit dem Initiator des Kölner Edelweisspiraten-Festivals, Jan Krauthäuser, in ihrem Buch “Gefährliche Lieder” Zeitzeugenportraits damaliger unangepasster Jugendlicher gesammelt.
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